CIRS Medical - Anonyme Meldestelle für Hoppalas

Das österreichweite, von der Ärztekammer lancierte Critical Incident Reporting System (CIRS Medical) gibt es seit nunmehr zwei Jahren. Es erlaubt die anonyme Meldung bzw. Einsicht von Fehlern, Beinahe-Schäden, entdeckte Risiken oder kritische und unerwünschte Ereignisse. Durchschnittlich langen zwei Berichte in der Woche ein.

 

Weiterlesen...
 

Fehlermanagement - Status Quo in Österreich

„Das derzeitige Strafrecht ist leider ein Hemmschuh für die offene Fehlerkultur, die wir so dringend brauchen", bedauert Patientenanwalt Gerald Bachinger.
Fehler kommen in jeder Branche vor. In der Medizin haben sie allerdings öfter als anderswo fatale Konsequenzen: die letale Überdosierung eines Medikaments, das durch Geburtsschaden behinderte Kind, die Amputation des falschen Beines und vieles mehr. Letzteres passierte erst 2010 in Tirol wieder. Wie so häufig kamen Fehlleistungen mehrerer Personen zusammen: Der eine Arzt trug im Operationsplan die falsche Seite ein, der gestresste Chirurg wiederum warf keinen Blick in die Krankenakte.

 

Weiterlesen...
 

Alteplase (ACTILYSE) bei akutem ischämischem Insult

Nach anfänglicher Skepsis hinsichtlich der NutzenSchaden-Relation wird die Lysetherapie mit Alteplase (ACTILYSE) bei akutem ischämischen Insult seit einigen Jahren in Leitlinien empfohlen, wenn sie innerhalb von drei Stunden nach Symptombeginn begonnen werden kann und Kriterien erfüllt sind wie eindeutige klinische Diagnose, relevantes neurologisches Defizit, klar definierbarer Symptombeginn und fehlender Hinweis auf intrakranielle Blutung in bildgebenden Verfahren und wenn keine Risiken für extra- oder intrakranielle Blutungs­komplikationen vorliegen (ALBERS, G.W. et al.: Chest 2008; 133: 630S-69S). Seit Publikation der letzten größeren europä­ischen Studie (HACKE, W. et al.: N. Engl. J. Med. 2008; 359: 1317-29) mehren sich die Stimmen, das akzeptable Zeitinter­vall für den Therapiebeginn auf bis zu 4,5 Stunden (270 Mi­nuten) auszudehnen.

Weiterlesen...
 

Der Combi-Tubus ist 30 Jahre alt!

Combi-Tubus

Im November 1981 saß Univ.- Prof. Dr. Michael Frass mit seinem Kollegen Dr. Jonas Zahler zusammen und diskutierte technische Methoden, die Internisten beherrschen sollten. Im Gespräch waren unter anderem Endoskopie, Ultraschall sowie Intubation. „Mein Kollege hatte zuletzt vor zwei Jahren auf der Herzüberwachungsstation intubiert. Ich war damals neu und hatte noch nie einen Tubus aus der Nähe gesehen“, schmunzelt der Mediziner.

Weiterlesen...
 

PCI vs. Thrombolyse im höheren Lebensalter

pci

Wie schwierig es ist, Evidenz für eine etablierte Therapie nachzuweisen, zeigt der nach wie vor unklare Stellenwert der primären Koronarangioplastie (primäre PCI) gegenüber der Fibrinolysetherapie beim akuten ST-Hebungsinfarkt (STEMI) des älteren Menschen.

Generell sollte nach den aktuellen Leitlinien der Euro­päischen Gesellschaft für Kardiologie bei einem STEMI innerhalb der ersten 12 Stunden eine Reperfusion ange­strebt werden (Klasse la-Indikation). Die Wahl der Reper­fusionsstrategie richtet sich dabei in erster Linie nach der Erreichbarkeit eines Herzkatheterplatzes. Eine Akut-PCI ist zu bevorzugen, wenn ein erfahrenes Team innerhalb von maximal zwei Stunden eine Ballonaufdehnung garantieren kann. Ist dies nicht der Fall, soll — falls keine Kontraindikati­onen bestehen - primär thrombolysiert werden (1).

Weiterlesen...
 

Newsletter