Alkoholisierte Patienten stellen Ärzte und Rettungsteams vor besondere Herausforde­rungen: Was ist zu tun, wenn der Patient die Behand­lung verwei­gert? Welche Handlun­gen sind bei aggressiven und gewalttä­tigen Patienten aus rechtlicher Sicht zulässig? Zwar gibt es keine Universallösung für alle denkbaren Problemsituationen. Doch erfahren Sie hier an­hand dreier häufiger Fallbeispiele die typischen Fall­stricke.

Ob nach einer schwerwiegenden Belastung reaktive Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen entstehen, ist von vielen Faktoren abhängig. Abgesehen von der Art und Schwere der Belastung selbst spielen auch die Ereignisse nach der Belastung, die Reaktionen des Umfelds, eine oft unterschätzte Rolle. Univ.-Prof. Dr. Thomas Wenzel von der Klinischen Abteilung für Sozialpsychiatrie an der MedUni Wien brachte am Symposium „Folgen von Stress, Trauma und Belastungen“ das Beispiel einer jungen Frau, die nachts auf der Straße überfallen und sexuell angegriffen wurde. Kommt sie nach dem Ereignis nach Hause, so wird sie stark verwirrt und belastet, jedoch noch nicht vom Zustand eines Traumas betroffen sein.