Vor Kurzem ist eine für die Praxis relevante oberstgerichtliche Entscheidung zum Thema unzutreffende telefonische ärztliche Auskunft ergangen. Im zu behandelnden Fall schlug sich der Kläger bei einem Sturz aus einem Stockbett einen Zahn vollständig aus, ein weiterer Zahn brach ab. Um die Notwendigkeit etwaiger Behandlungsmaßnahmen abzuklären wurde versucht, telefonisch einen Arzt im nächsten Krankenhaus zu kontaktieren. Die dort diensthabende Turnusärztin gab die (unrichtige) Auskunft, dass eine akute Behandlung nicht durchgeführt werden muss. (Quelle: MMA, Medical Tribune • 43. Jahrgang • Nr. 17/2011)

Paris. — In Orange, Südfrankreich, wurden Ärzte zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie ein schon für tot erklärtes schwerst geistig und körperlich behindertes Neugeborenes eine halbe Stunde wiederbelebt und so gerettet hatten. Den Eltern und dem Gericht zufolge war das ein „unvernünftiges Beharren, ohne die abzusehenden schweren Behinderungen zu berücksichtigen.