In einer Studie amerikanischer Forscher wurden Faktoren untersucht, die mit einem besonders hohen Risiko verbunden sind, dass ein Patient innerhalb von sieben Tagen nach Inanspruchnahme einer Notfallambulanz verstirbt. Dazu wurden Daten von 475.829 erwachsenen Patienten mit 728.312 Behandlungen in zwölf Notfallambulanzen aus den Jahren 2007 und 2008 ausgewertet.

357 (0,05 %) Patienten verstarben innerhalb von sieben Tagen nach ihrer Entlassung aus der Notfallambulanz. Mit einem erhöhten Risiko für dieses Schicksal verbunden waren ein höheres Alter, männliches Geschlecht und eine höhere Zahl von Begleiterkrankungen. Unter den Entlassungsdiagnosen müssen die drei folgenden als stärkste Prädiktoren für ein erhöhtes Sterberisiko gelten: Eine nichtinfektiöse Lungenerkrankung erhöhte das Risiko um das 7,1-Fache, eine Nierenerkrankung um das 5,6-Fache und eine ischämische Herzerkrankung um das 3,8-Fache.

Für die Praxis: Einer von 2000 aus einer Notfallambulanz entlassenen Patienten starb im Laufe der folgenden Woche. Ein erhöhtes Risiko dafür hatten männliche, ältere und stark komorbide Patienten sowie Lungen-, Nieren- und Herzkranke.

 

G.Z. Gabayan et al., Ann Emerg Med 2011; 58: 551-558