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Die gemeinnützige Ärztefunkdienst Wien GmbH betreibt in der Bundeshauptstadt den ärztlichen Notdienst nachts und an den Wochenenden. Im Jahr werden über 65.000 Visiten gefahren und über 140.000 Notrufe über „141“ bearbeitet. Insgesamt 150 Ärzte und 42 nicht ärztliche Mitarbeiter sichern die ärztliche Versorgung der Einwohner und Gäste von Wien.

Um den hohen Anforderungen besser gerecht werden zu können, geht die ÄFD Wien GmbH jetzt neue Wege: Die hohe Belastung der Telefonärzte wird durch die Vorschaltung von nicht ärztlichen „Call-Takern“ gemindert. Die Administration (Aufnahme der Daten, etc.) der Notrufe, die bisher von den Telefonärzten selbst vorgenommen werden musste, wird nun von den Call-Takern übernommen. Damit können sich die Telefonärzte ihrer Kernaufgabe, der Beratung der Anrufer in medizinischen Belangen, ausführlich widmen. Durch die Verwendung standardisierter und unter ärztlicher Kontrolle stehender Abfrageprotokolle können Patienten, die einer sofortigen Visite bedürfen auch frühzeitig erkannt werden. Diese Visiten werden dann sofort an die Mitarbeiter der Disposition übergeben. Notfälle werden von den Call-Takern direkt an die Leitstelle der Wiener Rettung weitergegeben.

Die neuen Mitarbeiter wurden über 100 Stunden ausführlich geschult und praktisch trainiert. Die Geschäftsführung der ÄFD Wien GmbH wurde bei diesem Projekt von der Salzburger Firma TeTra-Teamtraining bei der Konzeption, dem Training und der Entwicklung der Abfrageprotokolle unterstützt.

Alle nicht-ärztlichen Mitarbeiter sind fix angestellt und unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle und Fortbildung. Die Protokolle werden mittels Monitoring und Feedback-System ständig an das System angepasst und optimiert. In dieses System sind alle Mitarbeiter (Telefonärzte, Visitenärzte, Disponenten und Call-Taker) sowie die Wiener Rettung eingebunden.