Das österreichweite, von der Ärztekammer lancierte Critical Incident Reporting System (CIRS Medical) gibt es seit nunmehr zwei Jahren. Es erlaubt die anonyme Meldung bzw. Einsicht von Fehlern, Beinahe-Schäden, entdeckte Risiken oder kritische und unerwünschte Ereignisse. Durchschnittlich langen zwei Berichte in der Woche ein.

 

Bisher haben Angehörige von Gesundheitsberufen 221-mal Bericht erstattet. 164 Meldungen wurden veröffentlicht, zehnwerden gerade von einer Expertenkommission kommentiert und 47 wurden wegen irrelevanter Inhalte gelöscht. Zum Schutze des Melders werden Berichte nachträglich von der Ärztekammer-Tochter ÖQMed (Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin) zusätzlich anonymisiert, sofern dies notwendig erscheint. Die Spitäler berichten derzeit über doppelt so viele Vorkommnisse wie der niedergelassene Bereich, von den Ambulanzen kamen bisher kaum Eingaben. Bei den Fächern dominiert die Allgemeinmedizin vor der Inneren Medizin und der Chirurgie. Am häufigsten passieren organisatorische Fauxpas, gefolgt von solchen bei invasiven Maßnahmen sowie der Diagnosestellung. Ärzte machen doppelt so viele Einträge wie das Pflegepersonal.
Quelle: Ärztekurier