Blutiger Anfänger im Dienst von Akutkranken überfordert

LONDON –Wer an einem Sonntag ins Krankenhaus kommt, trägt ein höheres Sterberisiko als Patienten nach einer Einlieferung am Mittwoch. Für Menschen dagegen, die schon stationär sind, ist es sonntags sicherer als wochentags.

LINZ – Zeit ist Hirn, das ist in der Schiaganlaiimerrsorrgung die wichtigste Implikation. Vor 5 Jahren begann das Land Oberösterreich mit der OÖGKK und anderen Gesundheitspartnern ein Pil tprojekt, um für Insultpatienten wertvolle Minuten zu gewinnet. Nun wurden erste Daten veröffentlicht, die sich sehen lassen können.

Im Gespräch. Patientensicherheitspionier Norbert Pateisky.

Das österreichweite, von der Ärztekammer lancierte Critical Incident Reporting System (CIRS Medical) gibt es seit nunmehr zwei Jahren. Es erlaubt die anonyme Meldung bzw. Einsicht von Fehlern, Beinahe-Schäden, entdeckte Risiken oder kritische und unerwünschte Ereignisse. Durchschnittlich langen zwei Berichte in der Woche ein.

 

„Das derzeitige Strafrecht ist leider ein Hemmschuh für die offene Fehlerkultur, die wir so dringend brauchen", bedauert Patientenanwalt Gerald Bachinger.
Fehler kommen in jeder Branche vor. In der Medizin haben sie allerdings öfter als anderswo fatale Konsequenzen: die letale Überdosierung eines Medikaments, das durch Geburtsschaden behinderte Kind, die Amputation des falschen Beines und vieles mehr. Letzteres passierte erst 2010 in Tirol wieder. Wie so häufig kamen Fehlleistungen mehrerer Personen zusammen: Der eine Arzt trug im Operationsplan die falsche Seite ein, der gestresste Chirurg wiederum warf keinen Blick in die Krankenakte.

 

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