Die Frage nach der am besten geeigneten Flüssigkeit bei der Volumentherapie taucht immer wieder mal auf. Bei nicht schwerkranken Patienten scheint der frühe Einsatz einer Vollelektrolytlösung Vorteil gegenüber der isotonischen Kochsalzlösung zu haben, wie eine Studie aus den USA gezeigt hat. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ (NEJM) veröffentlicht. 1-3

Wünsche von Studienautoren an beratende Statistiker, Ergebnisse von Studien zu schönen, sind als „eine Art Forschungsbetrug“ anzusehen - unabhängig davon, ob dies strategisch oder fahrlässig geschieht. Dass derartige Forderungen offensichtlich zum Alltag von Biostatistikern gehören, ergibt sich aus einer E-Mail-Umfrage unter Mitgliedern der American Statistical Association (ASA), die sich primär mit biostatistischer Beratung und Datenauswertung befassen.

Soll man Patienten nach einer Reanimation außerhalb des Krankenhauses auf der Intensivstation herunterkühlen, um neurologische Defizite zu reduzieren? Nachdem in Deutschland die aufwändige Technik endlich etabliert ist, zeigte die bisher größte randomisierte Studie zu dieser Fragestellung keinen Vorteil für die Patienten.

Herzrhythmus-Störungen. Energy-Drinks haben im Vergleich zu üblichen Getränken mit gleichem Koffeingehalt eine durchschlagendere Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist auch sechs Stunden nach dem Konsum noch erhöht.

Koffeinmengen unter 400 mg gelten der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zufolge als ungefährlich für den menschlichen Organismus. Ob allerdings die Zusatzstoffe in Energy-Drinks die Wirkung der Getränke beeinflussen können, darüber ist bislang noch wenig bekannt.

In einer randomisierten doppelblinden, koffeinkontrollierten Cross-over-Studie haben Dr. Emily Fletcher vom David Grant Medical Center, Travis AFB, und Kollegen jetzt die Wirkung von Energy-Drinks auf Blutdruck und EKG untersucht (Emily A. Fletcher et al., J Am Heart Assoc. 2017;6:e004448).

Der frühe Einsatz von Tranexamsäure kann bei Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma die Sterblichkeit aufgrund der Hirnverletzung senken. Nach den Ergebnissen einer weltweiten randomisierten Studie profitieren Patienten mit leichten bis mittelschweren Verletzungen von der Gabe des Antifibrinolytikums. 1,2

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