Badeunfall

Besondere Herausforderung: Herzstillstand nach Beinahe-Ertrinken.

Etwa acht Prozent der Patienten mit präklinischem Herzstillstand, der durch Beinahe-Ertrinken hervorgerufen wurde, überleben. Das sind etwa genauso viele Patienten wie nach einem Herzstillstand aus anderen Gründen. Patienten, bei denen das Defibrillieren möglich ist, haben die größten Überlebenschancen.

Es gibt bisher nur wenige Studien, in denen der Verlauf lebensrettender Maßnahmen vom Zeitpunkt eines präklinischen Herzstillstands durch Beinahe-Ertrinken bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus dokumentiert und analysiert worden ist. Australische Notfallmediziner haben deshalb retrospektiv die Daten des Registers VACAR (Victorian Cardiac Arrest Registry) ausgewertet, die zwischen 1999 und 2011 gesammelt worden waren (Dyson K et al., Resuscitation 2013; doi 10.1016/j.resuscitation.2013.01.020). Bei insgesamt 336 Patienten – davon 260 Erwachsene – war Beinahe-Ertrinken die Ursache des Herzstillstandes. Das entspricht 0,6 Prozent aller Patienten mit Herzstillstand, die der australische Rettungsdienst Ambulance Victoria in diesem Zeitraum versorgt hatte.

INNSBRUCK – 17 Lawinentote gab es bis Mitte Februar im heurigen Winter in Österreich. Für mediales Aufsehen sorgte, dass am 4. und 5. Februar innerhalb von 24 Stunden gleich sechs Menschen den „Weißen Tod“ starben. Medizinisch gilt es noch Lücken zu schließen, um besser zu verstehen, was physiologisch bei einer Verschüttung passiert.
Quelle: Medical Tribune 8/2010 (Hannes Schlosser)

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